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Stuttgart Bad Cannstatt

2010

375 m²

Architektur
Innenarchitektur
Möbel
Lichtkonzept
Baddesign

 

Inmitten einer Wohnsiedlung in Stuttgart gelegen, wurde den Räumen des Einfamilienhauses, zu dem die ersten Pläne aus 1959 stammen, durch den Umbau eine neue Großzügigkeit verliehen. Während bei der Fassade, außer dem Abbruch des zweiten Eingangs an der Westfassade sowie einem neuen Anstrich, kaum Änderungen vorgenommen wurden, ergeben sich im Inneren durch grundlegende Eingriffe offene, helle Räume.

Zuvor als Büro genutzt und dementsprechend unterteilt in vier Arbeitszimmer sowie ein WC, sind nun Küche, Ess- und Wohnbereich in das Erdgeschoss verlegt worden. Die einzelnen Bereiche gehen dabei ohne trennende Wände ineinander über. Lediglich ein Versprung im Boden zum erhöhten Essbereich schafft eine subtile Zonierung. Der zentral liegende Kamin ist dadurch von allen Bereichen aus gut sichtbar. Eine von der Außenwand losgelöste Natursteinwand trennt den Garderobenbereich mit Gäste-WC stärker vom Wohnzimmer. Neue Raumbezüge wurden auch in der Vertikalen geschaffen. So wurde die Decke über dem Esszimmer zum Obergeschoss großflächig durchbrochen. Der Bereich gewinnt dadurch nicht nur an Höhe sondern ermöglich spannende Blickbezüge zwischen Esszimmer im Erdgeschoss und Wohnlounge sowie Schlafzimmer im darüber liegenden Stockwerk. Dort wird der fehlende Boden durch eine Brücke ersetzt. Sie verbindet nicht nur die neue Wohnlounge mit dem Balkon, sondern ermöglicht auch das Durchschreiten des Luftraums. Um die ursprüngliche Kleinteiligkeit des Elternschlafzimmers und des Bades aufzulösen wurde aus den beiden Zimmern ein großer Raum geformt. Zwei horizontale Durchbrüche vom Schlafbereich zum Bad mit Ankleide ermöglichen hier abermals spannende Sichtbezüge. Im Dachgeschoss wurde in den ehemaligen Kinderzimmern nun das Büro sowie ein Besprechungsraum mit Bibliothek untergebracht – verbunden durch eine breite Wandöffnung. Ein Gastzimmer sowie ein vergrößertes Bad und die Küche ergänzen das Raumprogramm.

Farb- und Materialwahl unterstützen die baulichen Eingriffe. So reflektieren die durchgehend weiß gestrichenen Wände sowie die, teilweise eigens von dem Architekturbüro entworfenen, weißen Möbeleinbauten, viel Tageslicht. Die Räume wirken sehr hell und offen. Für den Boden wurde dunkle Räuchereiche als Kontrast gewählt. Diese ist in Form großformatiger Dielen verlegt, so dass die großzügige Wirkung unterstützt wird. Für die weißen Bodenfliesen im Duschbereich im Elternbad wurde dem Prinzip folgend ebenfalls ein großes Format gewählt.

Die breite Holzterrasse im Erdgeschoss lässt die Räume optisch nach außen übergehen und vergrößert diese. Das Fenster zur Garage ermöglicht den Blick auf den Oldtimer von der Terrasse aus, wodurch das den Umbau bestimmende Thema der Sichtbezüge auch hier wieder aufgegriffen wurde und die Gestaltung abrundet.

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